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Heidemarie Schubert-Kluge

FDI-Bezirk München / Oberbayern

Beiträge: 223

Wohnort: Salzburg

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1

Mittwoch, 17. Juni 2015, 15:28

Wachstumsstrategie: Ohne Strukturreformen wird sich nichts nachhaltig erholen

Sehr geehrte Frau Kollegin.
Sehr geehrter Herr Kollege.

Ich bin mir dessen bewusst, dass der nachfolgend abgedruckte Beitrag (aus: http://www.xing-news.com/reader/news/art…re_origin=email) nichts mit der Druckindustrie zu tun hat. Und trotzdem befand ich ihn für so wichtig, dass ich ihn als Gedankenanregung und vor allem hoffentlich einer Diskussionsanregung, in unsere Community stelle.

Ich habe mir erlaubt genau die Passagen die ich, auch für uns, besonders wichtig empfinde, hervorzuheben.

Und nun freue ich mich auf eine rege Frage/Antwort-Diskussion aus der wir dann - hoffentlich – für die Weiterentwicklung unseres FDI Schlüsse ziehen können.UNSERE NOTWENDIGE, DEN MODERNEN ANFORDERUNGEN GERECHT WERDENDE, STRUKTURREFORM! Die nächste BHV kommt bestimmt!

-.-.-.-.-

Anfang Juni hielt der Chef der Bank of Japan, Haruhiko Kuroda, bei einer Konferenz über die Geldpolitik eine Rede, in der er über die literarische Figur des Peter Pan sprach, einen schelmischen Buben, der fliegen kann und vor nichts Angst hat. Kuroda zufolge konnte er fliegen, weil er daran glaubte, nicht abzustürzen. Genau diese Art Glaube wäre es, die in Japan den wirtschaftlichen Aufschwung ermöglichen könne. Überwänden die Japaner ihren Defätismus, werde das Land sich wieder erholen.

Vom sogenannten Third Arrow, dem dritten Pfeil der Abenomics, Premierminister Shinzo Abes anfangs euphorisch gelobter Wirtschaftspolitik, liest und hört man in Japan kaum noch etwas. Seine neue Frauenbeschäftigungspolitik, Strukturreformen wie die Arbeitsmarktreform, die endlich mehr Teilzeitbeschäftigte in sichere und besser bezahlte Jobs bringen würde, sind aus den Schlagzeilen verschwunden.

Zwar scheinen die Verhandlungen über das Transpazifische Handelsabkommen TTP mit den USA voranzukommen, aber wahrscheinlich wird die Landwirtschaft wieder um die dringend nötige Modernisierung herumkommen. Es scheint, dass der Agrarsektor ein Verhandlungspfand der japanischen Regierung gegen Zugeständnisse der US-Seite im Automobilsektor darstellt. Da die US-Regierung auf Druck der Gewerkschaft nicht nachgeben wird, wird man sich darauf einigen, dass auch der japanische Agrarsektor weitgehend geschlossen bleibt und sich so die Notwendigkeit einer Strukturreform in der Landwirtschaft nicht mehr stellt.

Des Premiers Prioritäten
Die Schlagzeilen in Japan werden derzeit von der parlamentarischen Diskussion der Verteidigungsrichtlinien bestimmt. Das Herz des Premiers schlägt für die Verteidigungs- und Außenpolitik, da muss die Wirtschaft zurückstehen, wenn es nicht allzu sehr brennt. Dass zuletzt das Bruttoinlandsprodukt mit 3,9 Prozent überraschend stärker gestiegen ist als die erste Schätzung mit 2,4 Prozent, bestärkt die Regierung wohl nur in ihrem Glauben, dass der Aufschwung in Gang gekommen sei. Der Reformdruck verschwindet dann ganz schnell. Die guten Zahlen sind ja vor allem den höher als zuvor geschätzten Investitionen zu verdanken. Die Firmen fangen an, wieder an einen wirtschaftlichen Aufschwung zu glauben. Es wäre genau das, was Kuroda anstrebt: die Überwindung des tiefsitzenden Pessimismus.

Das Problem ist aber, dass zurückgekehrter Optimismus allein keine nachhaltige Verbesserung der Situation Japans bewirken wird. Japan braucht Strukturreformen, keine niedrigere Einkommenssteuer, die die Reichen Asiens zum Geldausgeben nach Japan locken soll, wie es neulich auf einer Investorenkonferenz vorgeschlagen wurde.

Auch vor zehn Jahren gab es unter der Regierung Koizumi die Hoffnung auf eine große Wende zum Besseren. Sie kam aber nicht, weil auch Koizumi die versprochenen Reformen nicht durchsetzen konnte und sein Nachfolger Abe das Erreichte gleich wieder verwässerte. Die Pessimisten glauben, dass es nun wieder einen Aufschwung ohne solide Strukturreformen geben wird, der bald wieder verlischt.

Ulrich Heinemann

FDI-Bezirk Hamburg

Beiträge: 107

Wohnort: Henstedt-Ulzburg

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2

Samstag, 20. Juni 2015, 16:42

Konsolidierung + Strukturreform = neuer FDI

Liebe Kollegin,
da kann ich nicht nur zustimmen, sondern möchte aber auch ergänzen:
Mit der Konsolidierungsgruppe haben wir einen ersten Schritt gemacht,
das ist viel, aber nicht genug.
Wir werden bei Erfolg dieser Gruppe stabile Bezirke haben,
eine gute Grundlage, aber kein Mitglied mehr.

Was wir nicht machen dürfen, ist die Gruppe arbeiten zu lassen,
uns zurücklehnen und auf den Bericht warten
.
Jetzt, und zwar sofort nach den Sommerferien, müssen wir uns
Gedanken machen, wie wir z.B. folgende Strukturprobleme lösen wollen:
- Einheitlicher Beitrag bundesweit
- Auskömmlicher Beitrag, der dem Bezirk die Möglichkeit gibt, Reserven zu bilden.
- Satzungsänderungen
Neubelebung der Landesbezirke bzw. Bildung von Regional-Großbezirken Schwaben, Nord, Ruhr
Stimmverteilung auf der BHV (nach Mitgliedern, 50 oder 75er Schlüssel)
- Neuordnung der Geschäftsstelle, soll heißen, sie von rein verwaltungstechnischen Aufgaben zu befreien,
um mehr Zeit für Aufgaben mit Außenwirkung zu haben.
- Wir haben durch Koll. Lattreuters Internet-Vorarbeit alle Voraussetzungen für eine moderne zentrale Mitgliederverwaltung
lassen Sie uns diese Nutzen.
Ich kann hier nur wenige Themen anschneiden, wir müssen alle - ALLE - uns Gedanken machen, wie wir den FDI
in einen strukturellen Zustand bekommen, der ihn für Führungskräfte (oder kluge Menschen allgemein) attraktiv macht.
Und die Diskussion muss jetzt beginnen, damit sie bis Weihnachten abgeschlossen ist und im Frühjahr 2016 in den Bezirken in Anträge zur BHV umgesetzt beschlossen werden kann.

Also, lasst uns anfangen. Hier und überall: Vorschläge, auch "verrückte" sind herzlich willkommen.