Die Berufsbezeichnungen waren dringend zu aktualisieren, da beispielsweise der "Drucker" von vielen Jugendlichen und auch Erwachsenen nur als Ausgabegerät eines Rechners gesehen wurde.
Es sollte eine einheitliche, unter einem Stichwort zu findende Bezeichnung in allen Publikationen sein (vgl. Mediengestalter …).
Besonders problematisch war es, die gesamte Breite an Verfahrenstechniken in einer Ausbildungsordnung für die Unternehmen sowie einen darauf abgestimmten Rahmenlehrplan für den dualen Partner Berufsschule zu erarbeiten.
Letztlich ist es nicht die Berufsbezeichnung allein, die für den Ausbildungsberuf wirbt.
Wichtiger ist dann eine qualifizierte duale Ausbildung in den Unternehmen und auch in den Berufsschulen.
- Die Ausbildungsordnung lässt einen sehr weiten Spielraum an betrieblichen Möglichkeiten zur Ausbildung vor. Konkret: Im Grund kann jeder (Druck-)Betrieb ausbilden, wenn er denn will.
- Dazu ist neben gemeinsamen Pflichtqualifikationen eine W2-Qualifikation (eine aus 13) auszuwählen.
- Diese ist bausteinartig durch zwei geeignete W1-Qualifikationen zu ergänzen, die der betrieblichen Struktur, den technischen Ausstattung und Spezialisierungen entsprechen..
- Die beruflichen Schulen haben nach dem Rahmenlehrplan nur die Möglichkeit, maximal zwischen den drei Säulen Bogen-, Rollen- und Digitaldruck im dritten Ausbildungsjahr zu differenzieren.
Hier liegen erhebliche Probleme, die insbesondere eine bundeseinheitliche, qualifizierte und differenzierte Abschlussprüfung betreffen.
Die Ausbildung kann nur dann erfolgreich sein, wenn alle daran Beteiligten sachlich und fachlich das Bestmögliche leisten.
Eine enge Kooperation zwischen den Ausbildungsbetrieben und der Berufsschule ist dazu erforderlich.
Ebenso sollten die Unternehmen rechtzeitig für einen guten Ausbildungsplatz werben oder durch eine "Schnupperlehre" ihr Unternehmen präsentieren.
In diesem Sinne bleibt noch Einiges zu tun!
Ergänzung 14.07.2011:
Wie und wo bringt sich der FDI bzw. bringen sich konkret Mitglieder des FDI in der Ausbildung, bei Fortbildungen und beim Studium in der Druck- und Medienindustrie ein?
Was kann der FDI als Verband – öffentlich sichtbar – dazu leisten?
Wo ist die fachliche und die persönliche Kompetenz der Mitglieder zu spüren oder wie zu aktivieren?
Beispiele:
FDI-Veranstaltungen, Artikel im DD, Ausbildung im Unternehmen, Mitarbeit in Prüfungausschüssen u.ä.
Bei Veranstaltungen zur Neuordnung ist der FDI leider nicht "sichtbar"!