5. Sächsisches Hochschulsymposium

Strategiefindung für die Druckbranche und Beispiele erfolgreicher Strategien

Nachbericht Anfahrt Twitter Facebook
April
23

Donnerstag, 23. April 2015
von 17:30 bis 21:30 Uhr

Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, Zentrum für Mittelstand
Friedrich-List-Platz 1
01069 Dresden

Treffpunkt
Seminargebäude Raum S227 (2. Etage)

Beschreibung

In Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Mittelstand der HTW Dresden
 erarbeiten und beleuchten wir folgende Fragen:

 

Warum brauche ich als Druckunternehmen in diesen Zeiten überhaupt eine Strategie?

Welches sind für Druckereien und Dienstleister erfolgreiche, mögliche oder sogar gefährliche Strategien?

Wie haben Kollegen konkret auf die Umbrüche in ihrem Markt, ihrer Technik, ihrer Rentabilität reagiert?

Wie sind andere Branchen mit vergleichbaren größeren Revolutionen umgegangen?

 

Was erwartet Sie an diesem Abend?

 

17:30 Come together

17:50 Begrüßung und kurze Vorstellung des FDI e.V.

18:00 Prof. Dr. Ing. Ingo Gestring, Sprecher des Zentrums für Mittelstand der HTW Dresden:

"Strategien für den Mittelstand - ein Blick über den Tellerrand"

18:30 Michael Apenberg, Geschäftsführer Apenberg & Partner GmbH Print Business Consultants, Hamburg:

"Der Strategieprozess - Überlebenstraining für Druckereien"

19:00 Pause

19:30 Thomas Pertermann, Geschäftsführer WDS Pertermann GmbH Dresden:

Praxisbericht

20:00 Martin Schmidt, 3oak Medien und Beratung GmbH & Co KG, Dreieich:

"Konzentration - Wie Schrumpfen ein Erfolg und keine Schande wird"

20:30 Zusammenfassung und Diskussion

Ausklang mit Buffet

 

 

 

 

 


Referenten

Prof. Dr. Ing. Ingo Gestring - Sprecher des Zentrums für Mittelstand der HTW Dresden
Michael Apenberg - Geschäftsführer Apenberg & Partner GmbH Print Business Consultants, Hamburg
Thomas Pertermann - Geschäftsführer WDS Pertermann GmbH, Dresden
Martin Schmidt - 3oak Medien und Beratung GmbH & Co. KG, Dreieich


Anmeldung für FDI-Mitglieder

Die Anmeldung für diese Veranstaltung ist nicht mehr möglich.

Anmeldung für Gast-Teilnehmer

Die Anmeldung für diese Veranstaltung ist nicht mehr möglich.

Kosten

Die Teilnahme ist kostenfrei. Nach der Veranstaltung laden wir Sie auf einen kleinen Imbiss ein.


Nachbericht

Im April 2015 fand das mittlerweile fünfte Sächsische Hochschulsymposium zum Themenkreis "Strategiefindung für die Druckbranche und Beispiele erfolgreicher Strategien" zum ersten Mal an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Dresden statt.


Im ersten Vortrag stellte uns Professor Ingo Gestring die HTW Dresden mit dem Zentrum für Mittelstand vor. Die HTW als eine der gründungsfreudigsten Fachhochschulen in Deutschland nimmt mit einem speziellen Zentrum für Mittelstand eine erfreuliche Alleinstellung in der angewandten Mittelstandsorschung in der deutschen Hochschullandschaft ein. Er erläuterte, dass  Unsicherheit in Umbruchsituationen aus Mehrdeutigkeit und Unwissen resultiert und Sicherheit dort gefunden wird, wo es einfache und stabile Umfelder gibt. Das könne zum Beispiel in der produzierenden Industrie durch ein reduziertes Produktprogramm und den Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen geschehen.  


(Bildunterschrift: Prof. Dr. Ingo Gestring)


Michael Apenberg, Geschäftsführer der gleichnamigen in der grafischen Branche renommierten Unternehmensberatung, begründete die Krise der Druckindustrie bereits mit der Entwicklung spezifischer rationalisierender Technologien wie DTP und CTP, sprach dem Internet aber eine ähnlich bedeutende Rolle in der Verdrängung von Druckprodukten ab. Er empfahl jedem Unternehmer, sich mit dem Gedanken strategischer Entwicklung auseinanderzusetzen, z.B: einfach als „strategische Müllabfuhr“: Welche Produkte werden nicht nachgefragt, welche Kunden bringen Umsatz? Keine Strategie zu haben, ist jedenfalls schlechter als die falsche Strategie zu haben. Hat man aber eine gute Strategie, braucht es ein mutiges Management zur Umsetzung.


(Bildunterschrift: Michael Apenberg)


Thomas Pertermann begann nach der Wende mit einer kleinen Werbeagentur und und betreibt Werbung und Gestaltung auch noch heute in seiner Dresdner Unternehmung. Mittlerweile ist WDS Pertermann weit über die Grenzen von Sachsen als Technologieführer in der Druckbranche bekannt. Sein Bericht über eine mutige, konsequente und erfolgreiche Innovationspolitik beinhaltete über die Jahre auch die Produktion von Multimedia- und Internetdienstleistungen. Später kam dann auch die Produktion von Drucksachen dazu, zunächst mit einer Digitaldruckmaschine - und dann durch das Erschließen neuer Kunden - im Offsetdruck. Seine gefragten Kaltfolienveredlungen werden mittlerweile auch in Lohnfertigung durchgeführt.

(Bildunterschrift: Thomas Pertermann)


Eine Lektion ganz anderer Art teilte Martin Schmidt, Geschäftsführer einer auf Krisen spezialisierten Unternehmensberatung mit uns. Er hat - auch aus eigener Erfahrung mit einer Druckerei - Erfolge und Misserfolge bei Unternehmensaufgaben dokumentiert. Beispiele für gelungene Strategien sind, die Kunden nicht nur informativ, sondern auch ggf. mit Engagement in die neu entstehende Unternehmung mit einzubeziehen oder „das sterbende Pferd auch sterben zu lassen“, also sich sinnvoll und sukzessive zu verkleinern. Strategien, die mit Sicherheit mittelfristig zum Ruin führten, sind dagegen: Kostenführerschaft, der Rückzug in vermeintlich sichere (Produkt-)Hafen, die plötzliche Schließung oder einfach: Aussitzen.


(Bildunterschrift: Martin Schmidt)


So konnten wir gemeinsam einen hochinteressanten Abend gestalten, der durch persönliche Eindrücke und Erfahrungen der zahlreich angereisten Gäste aus der Druckbranche beim obligatorischen Imbiss ergänzt wurde. Der Bezirk FDI möchte sich an dieser Stelle noch einmal herzlich bei den Organisatoren der HTW Dresden für die Kooperation bedanken und freut sich auf das nächste Hochschulsymposium in Dresden.







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