Fachabend

Ökologische Nachhaltigkeit in der Druckproduktion - Umweltaspekte im Print am Beispiel neuer Farbserien und zertifizierter Papiere

Nachbericht Anfahrt Twitter Facebook
September
20

Donnerstag, 20. September 2018
von 18:00 bis 20:00 Uhr

Quality Hotel Plaza Dresden
Königsbrücker Straße 121A
01099 Dresden

Beschreibung

Für Wirtschaft und Industrie spielt die ressourcen- und umweltschonende Produktion eine immer wichtigere Rolle – auch bei der Auftragsvergabe ihrer Werbematerialien.

Weiterhin stellen steigende Anforderungen der Produktsicherheit, des Verbraucher- und Mitarbeiterschutzes den Akzidenz- und Verpackungsdrucker vor Herausforderungen bei der Auswahl seiner Produktionsmaterialien.

Welche Lösungen sind etabliert am Markt?


Referenten

Die Referenten des Abends:

Bernd Uhlig, Gebietsverkaufsleiter der Epple Druckfarben AG

Oliver Pelz, Trademark Service der FSC Deutschland


Anmeldung für FDI-Mitglieder

Die Anmeldung für diese Veranstaltung ist nicht mehr möglich.

Anmeldung für Gast-Teilnehmer

Die Anmeldung für diese Veranstaltung ist nicht mehr möglich.

Kosten

Für Mitglieder des FDI ist die Veranstaltung kostenfrei.

Für Gäste erheben wir einen Unkostenbeitrag von 10,-€.

Nach der Veranstaltung laden wir Sie zur Diskussion bei einem kleinen Imbiss ein.


Nachbericht

„Ökologische Nachhaltigkeit in der Druckindustrie“ – unter dieser Überschrift lud der FDI – Bezirk Dresden bereits Ende September zum Fachabend.

Zwei Themen zeigten Möglichkeiten auf Umweltaspekte im Druck gezielter zu berücksichtigen.

Im ersten Teil des Vortragsabends brachte Hr. Oliver Pelz vom FSC Deutschland die Mission des Forest Stewardship Council nahe. Die bereits 1993 gegründete Non-Profit-Organisation geht auf eine Initiative der UNCED Agenda 21 zurück, um ein global anerkanntes Zertifizierungssystem für nachhaltige Forstwirtschaft zu etablieren. Wobei Nachhaltigkeit hier nicht nur die umweltfreundlichen, sondern auch die damit verknüpften sozialförderlichen und ökonomischen Aspekte gegeneinander abwägt. Die Zertifizierung erfasst nicht nur die Fortwirtschaft, sondern die gesamte Produktkette der holzverarbeitenden Industrie. Neben der Baustoff- und Möbelindustrie stellt in Deutschland die papiererzeugende und papierverarbeitende Industrie ein beachtenswertes Drittel der zertifizierten Betriebe. Für die Druckindustrie am Ende der Zulieferkette bedeutet dies in Deutschland eigentlich eine gute Ausgangsposition, zertifizierte Substrate sind in großer Auswahl verfügbar, es gilt „nur“ deren Nutzung dem Kunden gegenüber sichtbar nachzuweisen. Gründe für eine eigene Zertifizierung könnten dabei, neben dem Anliegen der Nachhaltigkeit, auch im Marktzugang (Aufträge der öffentlichen Hand) und der Risikominimierung gegenüber sich verschärfender Gesetzgebung liegen.

Eine andere Facette beleuchtete im zweiten Vortrag Hr. Bernd Uhlig, Gebietsverkaufsleiter der Epple Druckfarben AG, mit der Vorstellung des neuentwickelten Druckfarbensystems „Pure“. Epple begreift sich mit den Produkten Ökoplus, Ökoprint und später der Bofood-Farbserie als Pionier der nachhaltigen Druckfarben und setzt diesen Ansatz mit der neuen Farbserie konsequent weiter fort. „Pure“ wird als „drittes Farbsystem“ neben konventionellen und strahlungshärtenden Offsetfarben positioniert. Frei von Mineralöl, toxischen Metalltrocknern und karzinogen-verdächtigen Photoinitiatoren zielt die Farbe auf einen zukünftig noch stärker von Mitarbeiter- und Verbraucherschutz geleiteten Markt, bei dem gleichzeitig auf eine umweltgerechte Zusammensetzung geachtet wird. Farbpigmente sind die gebräuchlichen, aber Harze und Bindemittel basieren vollständig auf nachwachsenden Rohstoffen. Die Farben sind sehr gut deinkbar. Die schnelle Alleinhärtung kann energetisch günstig mit Thermoluft unterstützt werden, IR- und UV-Strahlung werden eher als schädlich beschrieben. Dies schränkt ggf. die Lackierung auf Dispersionslacke ein. Verfügbar sind Prozess- und Sonderfarben, es müssen allerdings auch entsprechend angepasste Waschmittel und Zusätze verwendet werden. Eine Mischung mit anderen Farbsystemen ist zwingend zu vermeiden. Gebräuchliche Feuchtmittelzusätze, Druckplatten, Gummitücher, Walzenwerkstoffe (konventionell oder Mischbetrieb) hingegen können laut Epple problemlos weiter zum Einsatz kommen. Nach einer Einlaufphase verspricht Epple eine stabile Produktion auf breiter Substratvielfalt.

Zusammenfassend ist zu sagen: Es gibt kein durchgängiges Konzept aber einzelne , tragfähige Möglichkeiten auch in der Druckindustrie Nachhaltigkeit zu unterstützen, packen wir es an!

Der FDI-Bezirk Dresden möchte sich an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bei den beiden Referenten für die offenen und engagiert gehaltenen Vorträge bedanken.




Drucken Nach oben